Wieviele Publikationstypen braucht die Welt bzw. die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Ich bin gerade dabei die Publikationstypen-Seite im Wiki auf den allerneuesten Stand zu bringen. http://bibliographie-trac.ub.rub.de/wiki/Publikationstypen Beim Bereinigen bin ich zudem über "Predigt" und "Gutachten" gestolpert. Sucht man bei uns in der Bochumer Hochschulbibliographie nach beiden Begriffen (bisher gibt es diese Doktypen noch nicht), bekommt man jeweils um die 40 Treffer. Daher nun meine Frage:

  • Wenn wir den Service der persönlichen Publikationsliste anbieten und von dieser Richtung aus denken: Brauchen wir diese Typen? Und wenn wir diese Perspektive einnehmen, brauchen wir noch wesentlich mehr?
  • Wollen WissenschaftlerInnen danach sortieren können?
  • Posted: 2012-04-20 14:15 (Updated: 2012-04-20 14:17)
  • Author: Veronika
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Comments

1. Veronika -- 2012-04-20 14:15

Guten Morgen!

Wir haben uns grundsätzlich entschlossen, dem Wissenschaftler eine Nachnutzung der Daten zu ermöglichen und ihm selbst die Entscheidung darüber zu überlassen, welche seiner Produkte der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen und welche nicht. Dann müssen wir auch offen sein für eine laufende Ergänzung der Publikationstypen. Wahrscheinlich ist es am effizientesten, wenn wir das fallweise tun (lassen) und uns nicht im Vorfeld den Kopf zerbrechen, welche Typen denn noch denkbar wären.

Da wir ungedruckte Vorträge inzwischen berücksichtigen, kann man wenig dagegen sagen, auch Predigten aufzunehmen. Und wenn wir Gutachten verzeichnen, tun wir ein gutes Werk, denn solche Texte werden zitiert bzw. in den Medien diskutiert, aber für einigermaßen zuverlässige bibliographische Angaben sucht sich der Informationsbibliothekar häufig einen Wolf. Für beide Publikationstypen fände ich es im übrigen sinnvoll, wenn uns der Wissenschaftler im Zusammenhang mit der Aufnahme in die HB den Volltext für die Archivierung unter einer persistenten Adresse überlässt, falls eine solche Sicherung im Netz noch nicht besteht. Bei Auftragsgutachten stehen der Veröffentlichung des Textes natürlich manchmal rechtliche Gründe entgegen.

Ich finde es gut, wenn der Publikationstyp als Sortierkriterium zur Verfügung steht. Wenn wir uns schon die Mühe mit der Kategorisierung des Materials und der Entwicklung neuer Erfassungsmasken machen, sollten formale Eigenschaften auch auswertbar sein. Bei Wissenschaftlern mit einem überschaubaren Output habe ich schon gesehen, dass sie ihre Publikationsliste im Netz direkt nach Publikationsformen sortieren. Und bei Vielschreibern ist es gut, wenn auf einer untergeordneten hierarchischen Ebene nach Formalkriterien geordnet werden kann.

Der richtige Ort für solche Diskussionen ist neben den Teamtreffen m.E. das Blog im bibliographie-trac. Den Strom der Tickets sollten wir nicht unnötig anschwellen lassen. Erst wenn sich aus einer solchen Debatte eine konkrete Aufgabe ergibt, ist ein Ticket fällig.

Viele Grüße Martina

2. andre -- 2012-04-20 14:34

Vielleicht wäre es genauer, von "Gruppierung" und nicht von "Sortierung" nach Publikationstypen zu sprechen. In unseren Zitationslisten ist dies schon implementiert ( Beispiel). Soll das nun auch für die Ergebnisliste möglich sein?

3. TUGudrun -- 2012-04-25 13:16

Hallo, Predigt und Gutachten halte ich auch für eigenständige Publikationsformen, würde also eine Aufnahme in die Liste begrüßen. Ansonsten kann ich noch nichts zu weiteren notwendigen Publikationsformen sagen, denke aber auch, dass neue dann aufgenommen werden sollten, wenn ein entsprechendes Medium vorliegt. Viele Grüße Gudrun Hartmann