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Projektvorstellung

Warum eine Hochschulbibliographie?

Die Evaluation von Forschungsleistungen spielt für die Finanzierung einer Universität und ihrer Positionierung im Wettbewerb der Lehr- und Forschungseinrichtungen eine immer größere Rolle. Ein wesentliches Instrument für die Bewertung der Forschungsleistungen stellt der Publikationsoutput des Wissenschaftlerkollektivs dar. Differenzierte Publikationsdaten zeitnah zur Evaluation zu erheben, ist zumeist sehr zeit- und personalintensiv. Mittels der Hochschulbibliographie wird diese Bereitstellung schnell und einfach sein.
Neben der Funktion als Datenlieferantin für  bibliometrische Analysen wird die Hochschulbibligraphie zahlreiche weitere Serviceleistungen bereitstellen:

  •  Atom-Feed für Suchanfragen und aktuelle Literatur
  • Datenexport in gängigen bibliographischen Datenformaten:
    • für die Übernahme von Literaturdaten in Forschungsdatenbanken, angedacht sind auch Verknüpfungen mit Primärdaten
    • für die die Erstellung von individuellen Publikationsverzeichnissen und den Import in  Literaturverwaltungsprogramme wie  Citavi und EndNote Web
    • für gedruckte Bibliographien nach Bedarf (z.B. für den Forschungsbericht der RUB oder für Tätigkeitsberichte der Fakultäten)
  • Pflege des persönlichen Publikationsverzeichnisses über die Hochschulbibliographie, z.B. für die Einbindung in die eigene Website
  • Bookmarking & Sharing Services (z.B.  Bibsonomy)
  • Abruf verschiedener (auf quantitativer Datenerhebung basierender) statistischer Auswertungen
  • die UB: Erwerbungsrelevanter Überblick über die aktuellen Forschungsschwerpunkte der WissenschaftlerInnen
  • u.v.m.

Was wird sie bieten?

a) Hochschulbibliographie
Für den bibliographischen Nachweis der Publikationen der Wissenschaftler/-innen der RUB und die zeitnahe Ermittlung und Bereitstellung der Publikationsdaten für bibliometrische Analysen und andere Serviceleistungen (s.o.).

b) Institutional Repository
Mit Offenheit für die Bereitstellung weiterer Angebote im Open-Access-Bereich (z.B. Open-Access-Journals, Universitätsverlag/Print on Demand). Hochschulen gehen heute vermehrt dazu über, Hochschulbibliographien nicht mehr als "Standalone-Lösungen", sondern als Basis eines umfangreicheren Publikationsservices und -angebots zu konzipieren.
"Bibliotheken sind wichtige Akteure, wenn es um das Thema Open Access geht. [...] An vielen Einrichtungen übernehmen sie einen großen Teil der praktischen Umsetzung von Open-Access-Angeboten, z.B. als Betreiber von Hochschulschriftenservern und Repositorien, indem sie Unterstützung bei der Gründung von Open-Access-Zeitschriften leisten oder selbst einen Universitätsverlag gegründet haben. [...] Bibliotheken kommt bei der Integration von Open-Access-Inhalten in das Gesamtkonzept der Literatur- und Informationsversorgung an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung eine entscheidende Rolle zu." ( open-access.net)

Von wem wird Literatur aufgenommen?

In der Regel wissenschaftliche Arbeiten von ehemaligen und jetzigen Angehörigen der RUB

Welche Publikationstypen werden aufgenommen?

Vorraussetzung: Titel muss veröffentlicht sein, d.h. gedruckt oder digital dauerhaft öffentlich verfügbar sein.

  • Autorenschaft:
    • Hochschulschrift
    • Forschungsbericht
    • Internetdokument
    • Monographie
    • Zeitschriftenaufsatz
    • Rezension
    • Beitrag in: Sammelwerk, Kongressschrift, Festschrift
    • Sonstiges
  • Herausgeberschaft:
    • Sammelwerk, Kongressschrift, Forschungsband, Nachschlagewerk, Festschrift
    • Zeitschrift
    • Schriftenreihe

Datenbasis

Vorhandenes Datenmaterial (Stand 28.09.2011)

  • Im Rahmen der Exzellenzinitiative 2012 eingereichte bzw. von der UB recherchierte Literaturangaben der WissenschaftlerInnen? und die Exzellenzcluster-Auswertung der UB
  • Dissertationen Hochschulschriftenserver

Im laufenden Betrieb

  • Titelmeldungen über die Eingabemaske der Hochschulbibliographie
  • Literaturdaten in bibliographischen Formaten (Citavi-Projekt, BibTeX, RIS, EndNote Tagged Import Format)

Technisches Konzept

Überblick der Architektur des Hochschulschriftenservers

Architektur

Aufgrund der Anforderung, die Hochschulbibliographie zu einem gemeinsamen Datenpool mit den Universitäten Duisburg/Essen? und Dortmund zusammenfassen zu können, wurde eine Architektur gewählt, die durch den Einsatz standardisierter Datenmodelle und Protokolle ein Maximum an Interoperabilität gewährleistet:

Als bibliographisches Metadatenformat liegt das von der Library of Congress entwickelte  Metadata Object Description Schema (MODS) zugrunde. Dieses Format bildet eine Untermenge der MARC 21 Kategorien in XML ab und ist aufgrund der Möglichkeit, nach dem Dumb Down-Prinzip auf das weniger beschreibungsmächtige  Dublin Core-Format abgebildet werden zu können, mit bereits vorhandenen Lösungen wie  DuEPublico kompatibel.

Zum Transport der Daten in die Suchmaschine  Solr wird das  Atom Publishing Protocol verwendet, das ebenfalls auf XML basierend eine Möglichkeit darstellt, Inhalte zu veröffentlichen und zu aktualisieren.
Für den umgekehrten Weg vom Datenspeicher zum anfragenden Client kommt das  Atom Syndication Format, das (neben RSS) für gewöhnlich zur Veröffentlichung von Nachrichten in Weblogs verwendet wird, zum Einsatz. Dadurch lässt sich eine Suchanfrage und die daraus resultierende Treffermenge wie ein Nachrichtenkanal behandeln, der bei neuen Ergebnissen aktualisiert wird, sodass über diesen Mechanismus eine gespeicherte Suche realisiert werden kann. Der Weg der Daten in dieser Architektur soll anhand der Abbildung rechts erläutert werden.

Neue Metadatensätze können durch Benutzer über eine Weboberfläche angelegt oder durch Konvertierung bereits vorhandener Datensätze in das MODS-Format in Solr eingespielt werden. Dabei durchlaufen die Daten zunächst einen HTTP-Proxy, der bereits im Atom Publishing Protocol vorliegende Daten validiert oder aus den Daten des Webformulars AtomPub und MODS kompatible Daten erzeugt. Diesen werden dann von ihm an die darunterliegende Suchmaschine weitergegeben, wobei die Daten auf dem Weg dorthin durch einen entsprechenden Adapter in das spezifische Speicherformat konvertiert werden. Ein solcher Adapter sollte aufgrund der standardisierten Eingabe jeweils sehr einfach für einen bestimmten Datencontainer zu implementieren sein. Auf eine Suchanfrage antwortet der Container mit MODS-Datensätzen dann entweder direkt im Atom Syndication Format oder in seinem nativen Datenformat, das dann wiederum durch einen entsprechenden Proxy in ASF umgewandelt werden muss. Während die Trefferliste nun direkt einem Feedreader für die gespeicherte Suche zur Verfügung steht, werden die Ergebnisse für unser Web-Frontend nach  XHTML+RDFa aufbereitet.
Diese beiden Anwendungen stellen aber nur zwei Möglichkeiten dar, einen Client auf die Daten zu realisieren; es ist z.B. darüber hinaus ohne Weiteres möglich, die Daten auf diesem Weg für eine weitere Speicherung in einem anderen Container abzuziehen oder sie in eine föderierte Suche einzubinden.

Benutzermodell

Als Benutzergruppen werden vorgesehen:

  • Standardbenutzer
  • Redaktion
  • DNB

Dem  CRUD-Prinzip folgend dürfen sie folgende Aktionen auf den Daten ausführen:

CreateRetrieveUpdateDelete
Standardbenutzer X X X
Redaktion X X X X
DNB X

Die DNB (Deutsche Nationalbibliothek) nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als dass sie lediglich die Dissertationsdaten lesen darf. Zur RDF-Modellierung der Universitätsstrukturen lässt sich die  Academic Institution Internal Structure Ontology einsetzen.


 Universitätsbibliographie der Universität Duisburg-Essen
 Hochschulbibliographie der TU Ilmenau
 Jahresbibliographie der Universität des Saarlandes  Hochschul- und Regionalbibliographien im GBV
 Hochschulbibliographien-Linkliste (zusammengestellt von der Uni Gießen)

 Abel, Gerhard; Dressler, Birgit; Herb, Ulrich; Müller, Matthias: Themen - ERSCHLIESSUNG - Verzahnung von Jahresbibliographie und Institutional Repository der Universität des Saarlandes. In: Bibliotheksdienst, Jg. 40, H. 6, S. 726–733
 Ball, Rafael; Tunger, Dirk: Bibliometrische Analysen - Daten, Fakten und Methoden. Grundwissen Bibliometrie für Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager, Forschungseinrichtungen und Hochschulen /. Jülich: Forschungszentrum Zentralbibliothek, 2005 (Schriften des Forschungszentrums Jülich Reihe Bibliothek, 12)
 Vogt, Gerhard; Meyer, Anette: Die Hochschulbibliographie der Technischen Universität Ilmenau. In: Bibliotheksdienst, Jg. 40, H. 5, S. 588–597

 Getting to know the Atom Publishing Protocol, Part 1: Create and edit Web resources with the Atom Publishing Protocol
 Getting to know the Atom Publishing Protocol, Part 2: Put the Atom Publishing Protocol (APP) to work
 An overview of the Atom 1.0 Syndication Format
 Joe Gregorio's Introduction to the Atom Publishing Protocol Video
 mod_oai-Folien

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